HotEnd 2.0

Ein HotEnd kann nicht brennen haben sie gesagt…

Zum Glück ist mein HotEnd nicht verbrannt, nur ein wenig verkohlt. Sieht auch gar nicht so schlimm aus, bis auf das bisschen verbrannten Kunststoff. Ersatzteile bekommt man allerdings nicht, wie erwartet, von RepRapPro sondern von einer Firma namens eMaker.

Das Originalhotend ist leider nicht mehr verfügbar, dafür aber eine neue, verbesserte Version. Ob der Vorteil auch in der Praxis spürbar ist wird sich zeigen. Leider habe ich aus versehen nicht die Version mit der 0.35mm Düse bestellt sondern die mit einer 0.5mm Düse.

Ein meiner Ansicht nach großer Vorteil ist die Tatsache, dass der Heizwiderstand beide Anschlüsse nun auf einer Seite hat, also aus dem Heizblock entfernt werden kann ohne dass man irgendwelche Lötverbindungen lösen müsste. Schade, dass das mit dem Thermistor nicht gemacht wurde, aber man kann eben nicht alles haben. Die Düse wurde ebenfalls verändert, sie besteht jetzt anstelle der Bronzedüse (oder wars Messing?) und dem Stahlröhrchen nun aus nur einem Stück. Dadurch entfällt auch die Notwendingkeit, PTFE-Band zum Abdichten zu verwenden.

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Der Zusammenbau gestaltet sich wiederum recht einfach. Zuerst kommt ein Stück des durchsichtigen Teflonschrumpfschlauchs über den Thermistor, wobei an beiden Enden etwa 5 bis 8mm freigelassen werden.

Thermistor

Danach entgratet man den Alublock und bohrt gegebenenfalls die kleinste Bohrung darin auf, um anschließend den Thermistor durchstecken zu können. Nachdem das getan ist crimpt man auf beiden Enden des Thermistors die Buchsen. Wer keine Crimpzange rumliegen hat (wie ich), kann auch einfach mit einer Zange die Enden festmachen. Zur Sicherheit verlöte ich das ganze immer gerne. Zuletzt isoliert man die Buchsen mit etwas Schrumpfschlauch, damit später auch kein Leiterschluss aus Versehen passieren kann.

Alublock mit Thermistor

Zur Sicherheit kann man den Thermistor jetzt noch mit einem Ohmmeter (in jedem Multimeter integriert) durchmessen, der Widersand sollte bei Raumtemperatur etwa 90 kOhm betragen.

Nun (und das ist ganz wichtig) reinigt man die Düse. Egal wie man es macht (Druckluft bietet sich an), die Düse muss absolut frei von jeglichen Resten sein, sonst könnte sie später im Betrieb leicht verstopfen. Anschließend schneidet man ein Stück des PTFE-Röhrchens mit einem scharfen Messer auf einer Seite gerade ab und steckt es in die Düse. Alles was übersteht wird bündig abgeschnitten.

Düse

Der Kühlkörper kann jetzt auf den Kühlblock aufgeschraubt werden. Damit man später die Kabel leichter zum Drucker führen kann wird das ganze mittels Kabelbinder fixiert (Der Kabelbinder wird lediglich an einer Kühlrippe eingehängt).

Kühlblock

Aus dem alten Extruder kann man die Zuführung für das Filament übernehmen und schraubt diese in den Kühlblock. Auf der anderen Seite wird die Düse eingeschraubt. Damit alles gut hält sollte man die Düse festziehen, dabei aber das Gewinde nicht beschädigen. Am einfachsten erreicht man dies, indem man nicht die Düse, sondern die Filamentzuführung festzieht.

Kühlblock mit Düse

Das neue HotEnd ist damit so gut wie fertig. Fehlt nur noch der Heizblock welcher mittels der Kontermutter gut fixiert werden sollte sowie die 2 Schrauben wodurch das HotEnd am Drucker befestigt werden kann. Der Heizwiderstand kann einfach in die vorgesehene Buchse geschoben werden (falls es etwas streng gehen sollte: aufbohren).

Komplett zusammengebautes HotEnd

Damit wäre alles getan, zuletzt schraubt man das HotEnd noch am Drucker fest und verbindet alle Kontakte wie gehabt. Der Thermistor kann dank der Buchsen und den beigelegten Pins jetzt auch steckbar gemacht werden. Fertig!

Die Kalibrierung der neuen Düse muss selbstverständlich auch noch vorgenommen werden, aber das ist wieder ein anderes Thema…
Revision 3 | 2014-03-20 19:36:09
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